Urlaubsplanung

Urlaubsplanung für …
Dies soll eine Anregung für den nächsten Urlaub oder die nächste Exkursion sein.

Eine Kur führte mich dieses Jahr nach Bad Zwischenahn, gelegen im niedersächsischenAmmerland. Ich war in einem Zentrum des deutschen Gartenbaus gelandet. Meine Eindrücke sind deshalb nur oberflächlich und sollen Neugier erwecken auf eigenes Erleben. Das grüne Herz des Ammerlandes ist der 14 ha große „Park der Gärten“ in Bad Zwischenahn. Hervorgegangen aus der 1. Niedersächsischen Gartenschau 2002, zählt der Park heute zu den 5 schönsten Parkanlagen in Deutschland. Fast 90 Themengärten lässt uns Gartenkunst der verschiedenen Epochen vom Japangarten bis zum Strukturgarten, vom Herrenhausgarten bis zum bäuerlichen Nutzgarten entdecken. Beeindruckt war ich von dem integrierten Rhododendronpark mit über 1900 Arten und Sorten von Rhododendren und Azaleen. Gleich nebenan befindet sich die Landesanstalt für Gartenbau, u. a. auch mit seiner überbetrieblichen Berufsausbildung ähnlich wie in Pillnitz.
Im Fachbereich Zierpflanzenbau stehen in diesem Jahr Ampel- und Balkonpflanzen im Arten- und Sortenvergleich. Der Park der Gärten ist das Gartenkulturzentrum Niedersachsens, geführt als GmbH mit verschiedenen Gesellschaftern (z.B. Landwirtschafskammer Weser-Ems).
Die Parks und Gärten des Ammerlandes lassen sich auch bequem mit dem Fahrrad erkunden.

Nun zu den bedeutendsten.

Rhododendron-Waldpark Linswege-Petersfeld
Er ist der mit 70 ha größte Rhododendronpark Deutschlands und geht zurück auf die Initiative von D. G. Hobbie (1899-1985), der 1937 begann diesen Park anzulegen, heute ein bedeutender Treffpunkt der internationalen Gartenwelt, der selbst verwöhnte Gartenfreunde überrascht.

Rhododendronpark Gristede
Die Geschichte dieses Parks geht zurück auf die Brüder Erich und Wilhelm Bruns, die 1950 begannen im lichten Schatten eines Kiefernwaldes eine systematische Sammlung farbenfroher Alpenrosen und Freilandazaleen aufzubauen (heute mehr als 800 Sorten). Bereichert wird die Sammlung durch zahlreiche japanische Ahorn-, Zaubernuss- und Magnolienarten. Die ausgestellten Neuheiten zeigen Trends und belegen das Leistungsvermögen einer Vielzahl von Ammerländer Baumschulen. Bruns war einer der ersten Baumschulisten, der nach 1950 begann Großgehölze, Big Bonsai in Deutschland heranzuziehen. Diese Big Bonsai fand ich auch in sehr guter Qualität und großem Sortiment in der Baumschule Höpken.

Maxwaldpark
Die Anlage geht auf das Jahr 1824 zurück und wurde seit 1880 durch eine private Sammlung englischer Rhododendronsorten ergänzt. Heute gibt es noch Azaleen-, Taxus-, Kräuter-, Rosen- und Moosgarten. Man spürt eine englische Parkatmosphäre.

Schlosspark Rastede und Palaisgarten
Den Grundstein zu diesem 330 ha großen Parkensemble legte 1777 der Herzog von Oldenburg. Er hieß den Hofgärtner Bosse ein „begehbares Gemälde“ im Stile eines Englischen Landschaftsgarten anlegen. Hier ist die Wiege der Ammerländer Rhododendronzucht.

Kurpark Bad Zwischenahn
Direkt am Zwischenahner Meer sind die 1929 angelegten Gartenanlagen des Kurparks (3 ha) und des Ufergartens (11 ha). Nach Kurbehandlungen lockte ein Ruheplatz im Bauerngarten des „Spiekers“ einen Teil des ältesten Freihofmuseums Deutschland. Hier gibt es u. a. eine kulinarische Spezialität. Dr. Möschner gab mir auf den Weg „Du musst unbedingt zum Aalessen („Smoortal“) von Bruns gehen. Ich habe es als folgsamer Schüler von ihm beherzigt. Übrigens erreicht man von Bas Zwischenahn aus u. a. Oldenburg, Bremen oder die Ostfriesischen Inseln ganz bequem.

Peter Dittmann (2005)


Projektarbeit

Techniker des Garten- und Landschaftsbaues planen mit „Weitblick“ im ländlichen Raum
Projektbezogene Ausbildung mit Ideenwettbewerb an der Fachschule für Technik in Dresden – Pillnitz
Wettbewerbsfähig durch Wettbewerb

Das landschaftliche Umfeld
Eine der attraktivsten Landschaften Deutschlands ist die Sächsische Schweiz in der Nähe von Dresden. Wanderfreunde und Liebhaber einer wilden Naturlandschaft kommen das ganze Jahr über in das Elbsandsteingebirge.
Hotels, Ferienhöfe und Gasthäuser haben in den letzten Jahren stark in Hochbaumaßnahmen investiert. Eine zielgruppenorientierte Freianlagenplanung muss häufig warten bis die finanziellen Mittel für Baumaßnahmen des Landschaftsbaues wieder zur Verfügung stehen.
Die Besitzerin des Ferienhofes Schönfelder, in Königstein, hat früh erkannt, dass „ein ansprechendes Innen und Außen“ auch bei der Vermarktung von Ferienangeboten zusammengehört. So kam es zu einer Anfrage zur Mithilfe bei der Außenanlagenplanung an die Staatliche Technikerschule in Dresden-Pillnitz.
Im Rahmen der jährlichen Projektarbeit im 2. Studienjahr wurde dieses Projekt, nach dem 3-wöchigen Berufstraining in Betrieben des GaLaBaus, in Behörden oder in Planungsbüros, begonnen.
Das Grundstück mit dem vorhandenen Gebäude liegt in einem der touristischen und landschaftlichen Vorzugsgebiete der Sächsischen Schweiz. Es ermöglicht einen außergewöhnlichen Blick auf das Elbsandsteingebirge, auf die Festung Königstein und auf das Felsenmassiv Lilienstein. Es liegt im Landschaftsschutzgebiet direkt am Nationalpark Sächsische Schweiz.

Planungsanforderungen
Diese Lage an einem Vorranggebiet für Natur und Landschaft, im ländlichen Raum und im Außenbereich setzte eine äußerst sensible Planung der Freianlagen voraus. Das Potenzial der wirkungsvollen Blickbeziehungen in die vielfältige Landschaft musste genutzt werden. Im hinteren Teil des Gartens war ein offener, naturnaher und harmonischer Übergang in die freie Landschaft zu berücksichtigen. Für die Sächsische Schweiz typische Baumaterialien sollten vorrangig Verwendung finden. Neue Bauelemente durften keine Fremdkörper im landschaftlichen Gesamtzusammenhang darstellen. Große Versiegelungsflächen waren an dieser Stelle unangemessen und bauordnungs- bzw. bauplanungsrechtlich nicht genehmigungsfähig.
Auf der anderen Seite stand der Anspruch für bis zu 20 Gäste, einschließlich ihrer Kinder auf dem 3500 m2 großen Grundstück eine Freianlage mit hoher Aufenthaltsqualität herzustellen. Bis zu 5 Personengruppen sollten sich gleichzeitig auf dem großen Grundstück aufhalten können, in „Räumen“ die eine störungsarme Parallelnutzung ermöglichen.
Weitere Besonderheiten und Anforderungen waren: Der Höhenunterschied des Geländes mit 6.50 m auf einer Länge von 90 m. Die mittlere Breite liegt bei 45 m. Es galt die Nutzbarkeit des Grundstückes durch anteilig horizontale Flächen zu verbessern.
Ein großzügiges, zum Teil offenes Mehrzweckgebäude musste als Neubau in eine vorhandene Hanglage integriert werden.

Die Bestandsaufnahme
Zunächst wurde das Grundstück im Maßstab 1:100 gemeinsam in Arbeitsgruppen aufgenommen und ein Höhen- und Bestandplan aus den einzelnen Arbeitsgruppenmodulen zusammengefügt. Das anwendungsorientierte Umsetzen von erlernten Verfahrensweisen aus dem Unterricht und aus Übungen wurde jetzt gefordert. So stellten sich Fragen, die auch später im Berufsalltag eine Rolle spielen können:
„Sind alle Gerätschaften und Pläne zum Vermessen eingepackt? Schaffen wir das alles an einem Tag? Wie koordinieren wir eine Arbeitsteilung? Wir müssen Fotos machen, um ein späteres Rausfahren zu vermeiden! Welche Aufstellung der Vermessungsgeräte ermöglicht ein schnelles und genaues Aufmaß? Bloß den Rückblick beim Umstellen nicht vergessen!“
Die angehenden Techniker kamen zeitweise ganz schön ins Schwitzen.

Der Ideenwettbewerb
Die anschließende Entwurfsphase ist immer mit einem Ideenwettbewerb gekoppelt. Nach einer anfänglichen Betreuung zum Entwurf folgt eine Phase der alleinigen Ideenfindung. Jeder Teilnehmer am Wettbewerb soll eine ganz eigene Lösung finden, um im Ganzen zu einem variantenhaften Planungsergebnis im Ganzen zu kommen. Zur Klärung von möglichen zusätzlichen Fragen, die sich z.B. aus den Wettbewerbsunterlagen ergeben, findet ein Gesprächstermin mit dem Auftraggeber statt.
Neben Lehrern und Lehrbeauftragten der Staatlichen Technikerschule in Pillnitz, waren wieder Vertreter des Berufsstandes Mitglieder der Jury: ein im Privatgartenbereich erfahrener Landschaftsbauunternehmer, eine Landschaftsarchitektin und natürlich der Auftraggeber.
Nach festgelegten Bewertungskriterien wurden die 19 Entwurfspläne in einer 6-stündigen Sitzung durch mehrere Rundgänge bewertet.
Bewertungskriterien waren in diesem Fall:
1.Eingehen auf die Planungswünsche des Auftraggebers
2.Gestalterische Funktionalität
– situationsgerechte, harmonische Flächenaufteilung
– Raumaufteilung bzw. Bildung von Gartenräumen
– Attraktivität des Gartens
– gestalterische Einheit des Gartens
– situationsgerechte Verwendung von Gestaltungselementen
3.Technische Funktionalität
– maßstabsgerechtes Planen und Beachten von Größenverhältnissen
– funktionelle Wege und Platzverbindungen
– Beachten der Höhensituation
4. Einordnung und Nennung von Pflanzen und Pflanzenthemen
5.Präsentation der Gestaltungsidee
-zeichnerische Aufbereitung der Pläne
– sinnvolle Auswahl und gute Darstellung der Details.

Nach dem 3. Bewertungsrundgang blieben 6 Arbeiten in der engeren Wahl. Als Sieger ging eine Planung hervor, die bei einer ersten, oberflächigen Betrachtung eher unspektakulär wirkte. Herr Maik Günzel hatte aber eine Lösung erarbeitet, die durch eine geschickte Anordnung von Trockenmauern und Treppenanlagen die Nutzung des Grundstückes wesentlich optimierte. Unter den ersten 6 Wettbewerbsgewinnern wurden Geldpreise ausgelobt, die von einer Summe, die der Bauherr zur Verfügung stellte, abgezweigt wurden. Der größte Teil des Geldes war ein Zuschuss für die 2. Jahresexkursion der gesamten Klasse und kam so allen zu Gute.
Der Spruch der Jury:
„Der Plan zeichnete sich durch Ideenreichtum und durch eine klare Strukturierung des Geländes aus. Besonders bemerkenswert ist das gute Maßstabsdenken. Die Untergliederung in einzelne terrassenförmige Ebenen teilt die große Fläche sinnvoll und bildet verschiedene Gartenräume. Ergänzendes, raumbildendes Grün würde für die Gartenräume noch unterstützend sein. Wichtige Blickbeziehungen finden Berücksichtigung und sind geschickt im Gesamtkonzept aufgenommen. Die Anordnung und Gestaltung der Sitz- und Spielbereiche ist sehr gut gelungen und die Anbindung an die angrenzenden Bereiche erscheint passend. Einzelne Detaillösungen ermöglichen eine erlebnisreiche Gartennutzung durch die Gäste des Ferienhofes. Auch für die Wirtschaftsgebäude sind ansprechende Lösungen angedacht. Positiv ist die Verwendung einheimischer und bereits vorhandener Materialien. Gegebenenfalls ist die Auswahl einiger Pflanzen und die Größe des befahrbaren Bereiches im Hof zu überdenken. Bei der Umsetzung der Ideen im Plan wurde sauber und sorgfältig gearbeitet. Besonders die Detaildarstellung unterstützt die Vorstellungskraft des Betrachters“.

Der jährliche Wettbewerb in Pillnitz nimmt im pädagogischen Prozess einen wichtigen Platz ein. Er soll mehr Leistung provozieren und vielleicht etwas Besonderes hervorbringen.
Es gilt die Erfahrung: wer beim Wettbewerb mit macht, hat schon gewonnen. Der Erkenntniszuwachs ist enorm. Für die Teilnehmer stellen sich die Fragen:
Bin ich in der Lage Ideen zu finden und diese in eine Gestaltung umzusetzen, die den Kunden begeistert?
Wie lange brauche ich bis mein Entwurf farbig vor mir liegt?
Wie geht es schneller – Mit CAD oder Tusche?
Wie gehe ich mit diesen relativen Arbeitsdruck um, insbesondere in der Schlussphase des Wettbewerbes?
Wie geht die Gruppe insgesamt mit dem Konkurrenzdruck um? Vereint oder trennt es den Jahrgang?
Jeder weiß, dass ein Projekt später umgesetzt wird oder es werden verschiedene Ankäufe in eine Planung eingefügt. Dadurch entsteht für die Teilnehmer ein Praxisbezug, der die Frage der Baubarkeit zum entscheidenden Bewertungskriterium werden lässt. Wissenslücken werden offenbar durch Selbststudium geschlossen.
Nachdem der Sekt der Siegerehrung ausgetrunken war und „der Staub des Wettbewerbes“ sich gelegt hatte, folgte nochmal ein fachlich sehr anspruchvoller Teil, der aber betreut wurde.

Ausführungsplanung und Bepflanzungsplanung
Jeder hatte für seine eigene Idee eine Ausführungsplanung zu erstellen. Diese beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung mit der bautechnischen Detaillierung, mit der Höhen- und Entwässerungsplanung und der Bepflanzung. Zwei lohnende Objekte wie Treppen, Holzbauten oder Wasseranlagen mussten im Maßstab 1:10 mit z. B. Schnitten oder Draufsichten oder mit Verlegeplänen genau detailliert werden. „Keine Schraube vergessen!“.
Zunehmend wird gerade dieser Teil ausschließlich mit CAD ausgeführt.
Umfangreiche Bepflanzungspläne wurden für wesentliche Teilbereiche der Außenanlage angefertigt und Pflanzen nach Standortanspruch, Geselligkeit, Habitus und Erscheinungsbild sorgfältig ausgewählt.

Leistungsverzeichnis und Massenermittlung
Ein umfangreiches detailliertes Leistungsverzeichnis mit einer Baustellen- und Baubeschreibung war anschließend von jedem Teilnehmer bezogen auf seine Planvorgabe zu erstellen. Daneben sind auch exakte, nachvollziehbare Massennachweise für die Leistungseinheiten der Positionen zu erstellen. Hierzu mussten Massenpläne und Massenlisten mit Rechenwegen entsprechend einer Abrechnung angefertigt werden.
Kriterium ist immer die Nachvollziehbarkeit durch einen Dritten, die bei Abrechnungen nach VOB/B auch gefordert wird.

Ermittlung von Firmengrunddaten und Ermittlung der Angebotspreise
Jeder angehende Techniker erhielt von einem fiktiven GaLaBau-Betrieb grundlegende Angaben aus dessen Bilanz, aus der Gewinn- und Verlustrechnung und aus dem Maschineninventar sowie eine Reihe von Planannahmen für eine Plankostenrechnung, die als Basis für die Kalkulation auszuwerten und zusammenzustellen sind.
Zu einer vorgegebenen Anzahl (ca. 30 Positionen) an unterschiedlichen Leistungspositionen wurde jeweils ein Angebotspreis nachvollziehbar und begründet nach der Kalkulationsmethode – Umlagekalkulation – ermittelt. Ein besonderes Augenmerk liegt immer auf der Herleitung von Zeitwerten pro Leistungseinheit, die ausgiebig erläutert werden müssen. Der Rest der Preise wird als Kostenschätzung ermittelt.
Anhand der ausführlichen Kalkulation wurden positionsbezogene Gesamtzeiten für Arbeitskräfte und Maschinen für das Bauvorhaben erfasst und eine Aufstellung der benötigten Materialmengen bzw. Bestellmengen angefertigt.

Nach 7 Monaten war dieser Arbeits- und Lernprozess neben dem normalen Lehrbetrieb vollendet. Einmal war man die „Tippel – Tappel – Tour“ durch die Bauplanung, Kalkulation und Abrechnung gegangen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch bei einer Bewerbung.

Das Leistungsverzeichnis bzw. Angebot und die Kalkulation gehören später zum Tagesgeschäft. Liegen dann auf dem eigenen Schreibtisch Ausführungspläne und Details, ist für Führungskräfte im Baubetrieb eine Beurteilungsfähigkeit dieser Fremdleistungen wichtig.
In der planenden Landschaftsbaufirma wird die Leistung „schnell mal einen Entwurf zu zeichnen“ gefordert.
Nach einiger Zeit „auf der Baustelle“ oder im Betrieb werden einige Techniker auch zu wertvollen Bauleitern für Ingenieurbüros. Der sichere Umgang mit Leistungsverzeichnissen, Kostenermittlungen, Detaillierungen und ein komplexes Werk übergreifendes Denken mit einem guten Gespür für Menschen, auch in Drucksituation im Bauprozess, sind hier die Kernanforderungen im Baualltag.
Der projektbezogene, seminarartige Unterricht „Draußen und Drinnen“ in Pillnitz sichert, neben der wichtigen Wissensvermittlung im Hörsaal, das handlungsorientierte Lernen und fördert besonders Schlüsselqualitäten der zukünftigen Führungskräfte und die Arbeitsmarktchancen der Absolventen.
Diese durch Projekte geprägte Wissensaneignung wird in Pillnitz seit ca. 12 Jahren, auch in anderen Formen praktiziert und zwar bei den Abschlussarbeiten der Meister und Techniker, sowie in einer Vielzahl von kleineren Einheiten im Unterricht.
In „stürmischen Zeiten“ ist fundiertes vertragsrechtliches und bautechnisches Wissen, sowie ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein, das selbständig immer aktualisiert wird, eine der besten Prävention vor Fehlentscheidungen.
Diese Bildungsmöglichkeiten werden in Sachsen von staatlicher Seite gefördert. Sie stellen wichtige Säulen der Förderung zur Gründung, Entwicklung und zur Sicherung mittelständischer Betriebe dar und sind somit eine nachhaltige Form der Wirtschaftsförderung.

Knut Strothmann
LfULG, Abt. Gartenbau, Ref.83 (2005)


Maitreffen der Absolventen von 1997 und 1998

Das diesjährige Treffen fand in Markersbach statt. Die Waldschratbaude befindet sich mitten im Waldgebiet zwischen Berggießhübel und Bahratal am Rande der Sächsischen Schweiz. Wie immer trafen die ersten bereits am Freitag ein. Gut gestärkt am Vorabend ging es am Samstag in aller Frühe auf Wanderung durch die Sächsische Schweiz. Diverse Gaststätten am Wege luden zum Rasten ein und trotzdem kamen wir ziemlich geschafft am späten Nachmittag wieder in unserer Herberge an. Viele alte Gesichter kamen noch am Samstag zum Treffen und es wurde ein herrlicher Abend bei schöner Atmosphäre. Leider, wie immer, viel zu kurz, hieß es am Sonntag nach einem gemeinsamen Frühstück schon wieder Abschied nehmen. Schade, aber wir sehen uns ja wieder in 2006, diesmal in Pillnitz!

Enrico


Jahreshauptversammlung mit Wahl des neuen Vorstandes 2005

Unsere Jahreshauptversammlung fand dieses Jahr in Pillnitz statt und begann mit einer gemütlichen Tasse Kaffe und Kuchen in der Mensa. Danach eröffnete Dr. Möschner im Hörsaal der Fachschule die Versammlung offiziell. Dieses Jahr gab es einen neuen Vorstand zu wählen und den alten Vorstand zu entlasten. Herr Engelhardt legte den Kassenbericht vor und erläuterte die einzelnen Zahlungseingänge bzw. -ausgänge. Herr Schöne trat von seinem Amt als 1. Vorsitzender aus persönlichen Gründen zurück, ebenso kam von Dr. Möschner die Bitte von seiner Tätigkeit als 2. Vorsitzender zurück treten zu dürfen.

Der neu gewählte Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern: Peter Dittmann (1. Vorsitzende), Wolfgang Friebel (2. Vorsitzende), Dr. Bernd Stelzer (Geschäftsführer), Klaus Engelhardt Kassenwart), Manuela Haase (HTW), Ulrich Rülcker (Beisitzer), Thomas Große (Beisitzer), Martin Ahrens (Beisitzer), Daniel Koch (Beisitzer), Enrico Bär (Beisitzer) Nach der Jahreshauptversammlung gab es noch einen interessanten Lichtbilder-Vortrag über eine vom Verband mitgetragene Exkursionsreise nach Kalifornien von Gartenbaustudenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Frühjahr 2005.

Enrico Bär
Beisitzer im Vorstand


Pillnitzer Fachschüler verlegten den Sommer in den April

„Sommer im April“ – ein solches Versprechen einzuhalten ist nur Gärtnern möglich. So geschehen am 16. und 17. April 2005 in den Versuchs- und Lehrgewächshäusern der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden-Pillnitz. Fachschüler der Pillnitzer Fachschulen für Gartenbau und Technik luden Dresdner und Gäste zu einem sommerlichen Gewächshausspaziergang an üppig blühenden Balkonkästen, Kübeln und Pflanzengestaltungen vorbei ein. Im Vorfeld wurden Gestaltungspläne entworfen, Beet- und Balkonpflanzen mit Assimilationslicht zum Wachsen und Blühen gebracht, Schaugefäße bepflanzt und regionale Werbung betrieben. Zur Seite standen den acht angehenden Wirtschaftern für Einzelhandelsgärtnerei und den 15 Technikstudenten für Gartenbau des 2. Semesters die Fachlehrer der Fachschulen sowie Mitarbeiter des Fachbereichs Gartenbau der LfL und der HTW. Eingebunden war die Ausstellung als Projektarbeit im fachübergreifenden Unterricht in den Fächern Zierpflanzenbau, Unternehmensführung und Projektarbeit an den Fachschulen.

Mit viel Einfallsreichtum und Kreativität wurden Farbwirkungen im bepflanzten Balkonkasten und vor Häuserwänden dargestellt. Hinweise zur standortgerechten Verwendung wurden ebenso gegeben, wie fachgerechte Bepflanzungen live demonstriert. Gestalterische Höhepunkte der gelungenen Ausstellung waren zweifelsohne ein fiktiver Innenhof mit bunten Balkonkästen an den (Papier-)Fenstern, Kübelpflanzen, Sandkasten und Gartenmöbel sowie die thematischen Gärten. So bot der asiatische Bereich exklusive Gestaltungen und Möglichkeiten zum Entspannen, auf der mediterranen Terrasse wurden Erinnerungen an den letzten Urlaub geweckt und im mehrere Quadratmeter füllenden Naschbalkon gab es Essbares und Gesundes aus Balkonkasten und Kübel zu entdecken.

Abgerundet wurde das sommerliche Angebot durch Informationen und Beratung zu Pflanzenarten, zum Pflanzenschutz, zur Aus- und Weiterbildung im Gartenbau und zu den laufenden Versuchen der Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Die etwa 4.000 Besucher waren des Lobes voll bei so viel sichtbarem Engagement junger Leute und nahmen viele Anregungen für eigene Pflanzunternehmungen mit nach Hause und in die Gärtnereien.

Pflanzliche Besucherlieblinge unter dem Gesehenen waren zweifelsohne die gelben, roten und lila üppig blühenden neuen Nemesiensorten. Ein Vertreter des Verbandes ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V. brachte es nach dem Besuch der Ausstellung auf den Punkt: „Ich kann nur applaudieren, wenn ich hier rausgehe.“

Marion Jentzsch
Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft
Dresden-Pillnitz

 


Fargesia

Bambus-Sichtung

Mit dem in den 70-er und 80-er Jahren ausgebrochenen „Bambus-Fieber“ wurde die Bedeutung der bisher nahezu konkurrenzlos dominierenden Fargesia murielae und Fargesia nitida merklich eingeschränkt.
Mittlerweile hat sich die Situation in dieser Hinsicht grundlegend geändert.
Der mit der Blüte der Fargesia murielae um sich greifenden Panik folgte mit Einführung der ersten Sämlinge der neuen Generation wieder Hoffnung und Aufbruchstimmung. Deshalb wird die beginnende Blüte von Fargesia nitida auch relativ gelassen zur Kenntnis genommen.

Zu der zwischenzeitlich entstandenen Vielfalt bei den murielae-Sämlingen kommen die ersten Nachzuchten von Fargesia nitida und zahlreiche aus China neu eingeführte Arten wie Fargesia rufa sowie die verschiedenen Klone von Fargesia dracocephala, Fargesia robusta, Fargesia denudata und Fargesia spec. ‚Jiuzhaigou‘, um nur einige Beispiele zu nennen.
Damit Ordnung, Übersichtlichkeit und Objektivität mehr als bisher gewährleistet werden, ist bundesweit in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit von Bundessortenamt und dem Bund Deutscher Baumschulen ein umfangreiches Sichtungsprogramm für Fargesia murielae angelaufen.
Fargesia murielae gilt in unseren Breiten mit als die gängigste Bambusart. Sehr gute Winterhärte, horstiger – nicht wuchernder Wuchs und Pflanzenhöhen zwischen 1,50 bis 3,0 m zeichnen diese Bambusse aus.
Die Planungen gingen zunächst von ca. 20-25 Sorten aus. Die Sichtung ist auf ca. 4-5 Jahre ausgelegt. Während dieser Zeit sollen voraussichtlich Winterhärte / Frostschäden, Wuchs also Habitus, Höhe, Wuchsstärke etc.– bonitiert werden. Andere Kriterien können und werden sicherlich im Verlaufe des Versuches dazu kommen bzw. sich verändern. Wie schon erwähnt, finden diese Sichtungen an verschiedenen Standorten statt, und zwar:

Sächs. Landesamt f. Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Dresden Pillnitz ; Bundessortenamt , Prüfstelle Scharnhorst , 31535 Neustadt; Bayr. Landesanstalt f. Wein- u. Gartenbau, Veitshöchheim; Versuchsanstalt f. Gartenbau, Rostrup, Bad Zwischenahn; Hochschule Anhalt Bernburg , Bernburg ; Universität Hohenheim, Staatsschule f. Gartenbau und Landwirtschaft, Stuttgart ; Bundessortenamt , Prüfstelle Rethmar, Sehnde; Baumschule Schwartz, Löbau ; Fachhochschule Osnabrück , Fachbereich Gartenbau, Osnabrück;
Offizielle Ergebnisse seitens des Bundessortenamtes sind erst nach Ablauf der vollständigen Sichtungszeit zu erwarten.

Die ersten 14 Kandidaten wurden im April 2003 an die Sichtungsstationen ausgeliefert und gepflanzt; unter anderem ‚Jumbo‘, ‚Harewood‘, ‚Panda‘ sowie etliche Sorten, die bisher nur mit Nummern bezeichnet sind. Im Mai bzw. Juni 2003 sollten die Restlichen folgen. Durch die gleichzeitig beginnende Blüte an Fargesia mur. ‚Kranich‘, sowie einigen anderen Sorten und die damit verbundene Verunsicherung geriet vermutlich dieser Termin ins Schwanken. So konnten die Sorten ‚Bimbo‘ , ‚Flamingo‘ und ‚Schwan‘ , sowie Fargesia rufa erst im November 2003 ausgepflanzt werden. Außerdem geplant waren ‚Kranich‘ und ‚Themse‘.
Über den leider relativ ungünstigen Pflanzzeitpunkt im November soll hier nicht weiter referiert werden. Der milde Winter hat sicher Schlimmeres verhindert. Für eine aussagekräftige Bewertung sind die stark differierenden Pflanzzeitpunkte – eine Wachstumsperiode – fast noch garvierender.
Dazu kommt außerdem, dass die gelieferten Pflanzenqualitäten sehr unterschiedlich waren. Mitunter wurden selbst pro Sorte (jeweils 3 Stück) stark differierende Qualitäten geliefert. Aussagen zum Wuchs – Höhe, Habitus, Wuchsstärke – wird es somit sehr wahrscheinlich erst gegen Ende der Sichtung geben können.
Zwar zeigten sich bespielsweise im Januar 2004 bereits Unterschiede in den winterbedingten Blattschäden. Fundierte Wertungen jeglicher Art sind jedoch wie oben bereits erwähnt in den ersten Jahren nicht möglich.

Vielen Dank an dieser Stelle an Harald Buner von der Sächs. Landesanstalt für Landwirtschaft , Fachbereich Gartenbau und Landespflege für die angenehme Zusammenarbeit. Das Versuchsfeld kann nach Absprache mit Herrn Buner besichtigt werden.

Udo Morgenstern


Absolvententreffen im Juni

Liebe Ehemalige!
Ein weiteres „jahrgangsübergreifendes“ Treffen in Pillnitz ist bereits Vergangenheit. Vieles kann man dazu sagen, noch mehr darüber denken. An dieser Stelle nur so viel, schade für alle, die nicht dabei gewesen sind, Ihr habt jede Menge verpasst. Ich möchte nicht versäumen, Herrn Dr. Laber und Herrn Möllmann für die veranstalteten Führungen durch verschiedene Teile der Pillnitzer Einrichtung zu danken. Danke, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben, jeder konnte das ein oder andere an Neuem entdecken. Aber was Ihr über diese Veranstaltung denkt, würde mich schon interessieren. Im Gegensatz zum ersten Versuch, ein solches Treffen für Euch zu etablieren, war das diesjährige Treffen ein erheblicher Fortschritt. Immerhin, es gab zahlreiche Anmeldungen und wir waren auch knapp 30 Personen. Das ist eine ziemliche Steigerung zum vergangenen Jahr, da meldete sich kaum jemand an, aber immerhin diese Personen waren dann wenigstens da. Wozu Ihr Euch anmeldet und dann doch nicht auftaucht, habe ich noch nicht wirklich verstanden, besonders traurig finde ich dies mit Blick auf die Herren Möllmann und Laber, diese haben immerhin ihre Freizeit geopfert um den anscheinend Interessierten etwas bieten zu können. Gut, dazwischen kommen, kann immer einmal etwas, aber in Zeiten wie diesen hat fast jeder ein Telefon und die, die keines haben, kennen bestimmt jemanden der eins hat. Sei es wie es sei, ich persönlich finde es etwas schade, dass nur 30 Personen an diesem Abend in Pillnitz waren, kann aber sagen, uns hat es sehr gut gefallen und unendlich viel Spaß gemacht.
Für mich stellt sich jetzt nur die Frage: Was wollt Ihr?
Ist eine solche Initiative überhaupt erwünscht? Falls nicht, können wir uns viel Porto und Arbeit sparen. Es wäre nett, wenn Ihr doch mal die Zeit finden würdet und mir mitteilt, was Ihr wollt bzw. was Ihr vom Verband erwartet und welche Aktivitäten nicht gewünscht werden.
Gern stehe ich zur Verfügung, meine Anschrift dürfte ja zwischenzeitlich allen bekannt sein, wer sie nicht kennen sollte, in Pillnitz kann Euch geholfen werden.

Liebe Grüße, Thomas Große
Beisitzer im Vorstand



Maitreffen der Absolventen von 1997 und 1998

Auch 2004 fand unser alljährliches Mai-Treffen der Abgänger der Jahre 1997 und 1998 statt. Als Ort des Geschehens war nach zwei Jahren Ottendorf wieder einmal Pillnitz gewählt. Der harte Kern fand sich bereits am Freitag dem 30. April ein und es wurde am Grillplatz vorm Club „Bullenstall“ schon viel geplaudert. Vieles gab es zu berichten und zu erfragen, und so verging die Zeit wie im Flug.
Am Samstag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück auf Wanderung.

Der Weg führte von Bonnewitz durch den Brückengrund zur Meixmühle, wo es das Mittagessen gab. Von dort ging es dann durch den Meixgrund zurück nach Pillnitz.
Am Samstagabend fand das eigentliche Treffen statt. Leider waren dieses Jahr nicht so viele Ehemalige gekommen wie die anderen Jahre.
Bei Lagerfeuer, Rotwein und Bier sahen wir uns alte Videos vom Schnüffelball an und es wurde somit ein gemütlicher Abend.
Am Sonntag hieß es „Auf Wiedersehen, bis nächstes Jahr!“


Treffen vom Freundeskreis ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V.

Verbundenheit mit Pillnitz

In den Nachkriegsjahren bestand der Wunsch vieler ehemaliger Absolventen der Pillnitzer Lehranstalt einen Ehemaligen-Verband zu gründen. Theo Kienast nahm sich der Sache an und aus allen Teilen Deutschlands kamen zahlreiche Mitglieder. Später war jahrelang eine gesamtdeutsche Arbeit aus politischen Gründen nicht mehr möglich und der Ehemaligen-Verband existierte nur noch in der Bundesrepublik. Erst ab 1990 ergaben sich wieder Möglichkeiten, in und von Pillnitz aus den Verband neu zu beleben. Dieses Anliegen ist – wie wir wissen- erfolgreich gelaufen.
Die einstigen Gründer und Mitglieder wurden älter und naturgemäß auch weniger. Sie stellten dann mit der so genannten „Pillnitzer Familie“ innerhalb des Verbanden eine kleinere Gruppe, die stets an der Verbandsarbeit regen Anteil nahm. Man traf sich wieder in jedem Jahr. Doch vor zwei Jahren meinte man, dass nun das letzte Zusammensein gekommen sei. Aber die Verbundenheit zu Pillnitz, zur ehemaligen Lehranstalt war größer und so trafen sich auch im August 2004 die „Uralten“ wieder in Pillnitz. Da auch untereinander gute Kontakte gepflegt wurden, gab es ein freudiges Wiedersehen, wenn auch mancher nicht mehr dabei sein konnte. Die Verbundenheit zeigte sich im Programm, das von Sigrid Kienast erdacht und vorwiegend von Dr. Dieter Möschner und seiner Frau in hervorragender Weise vorbereitet und auch organisiert wurde. Der Schlosspark, die Gebäude der heutigen Lehranstalt, das Versuchsfeld mit dem blumigen Teil waren Ziele. Eine ausgedehnte Stadtrundfahrt in Dresden mit weiten Ausblicken über das Elbtal und zu speziellen Bauwerken, wie der wieder erstandenen Frauenkirche, gaben der Tour die besonderen Reize. Eine Tagesfahrt mit dem Bus krönte die Zusammenkunft. Die Route führte über Pirna in das Erzgebirge bis nach Altenberg, Zinnwald nach Lauenstein. Dort gab es Mittagessen und eine Ortsbesichtigung. Weiter ging es abwärts im Müglitztal bis zur Einnahme des Nachmittagskaffees gegenüber der Bastei und schließlich über die neue Straßenbrücke in Pirna zurück nach Pillnitz. Die 23 „Uralten“ aus allen Teilen Deutschlands erlebten dankbar ihre Verbundenheit zu Stadt und Landschaft, zur ehemaligen Lehranstalt, zum Verband und nicht zuletzt auch untereinander.

Dr. Manfred Ernst